Fliehkraft/ Centrifugal Force

Die Fliehkraft oder auch Rotationskraft genannt, ist hier in vier unterschiedlichen Versionen als Installationen thematisiert worden. Als Erdrotation ist sie sinnlich kaum erfahrbar und trotzdem in alle natürlichen Formen eingeschrieben, so sind z.B. Früchte, Pflanzen oder auch Pilze Rotationskörper.

Der Planet im Apfelbaum

Die erste Version zum Thema Fliehkraft/ Centrifugal Force entstand im Gartenkunst Netz Hamburg 2009 als Beitrag zu der Ausstellung EDEN#2  von Christoph Rothmeier unter dem Titel the planet in the appletree wurde ein großer, roter Apfel aus dem Supermarkt zwischen die vielen kleinen grünen Äpfel in einen alten Apfelbaum des Gartens gehängt. Verbunden mit einem kleinen Solarmotor und einem Solarpanel begann der rote Apfel schnell zu rotieren, sobald Licht auf das Panel fiel (siehe: Video.)             

Ghosts

Im zweiten Experiment ging es um das formbildende Potential der Rotation. Dafür wurden flache Nachleuchtbänder aus Beständen der Bundeswehr zu Schlaufen verbunden und deren Schwerpunkt leicht versetzt fixiert. Lichtintervalle betrieben die Solarmodule und die Aufladung der Leuchtbänder, die schnelle Drehung trieb die Bänder  nach außen und pulsierten dabei um ihren fixierten Schwerpunkt. Die transparenten Gebilde schwebten wie Tiefseequallen geisterhaft in der Dunkelheit. Als Außeninstallation wurde Ghosts 2009 im Le Petit Versailles, the Garden in der Lower East-Side Manhattan, USA, während der Nishinomiya Biennale 2010 in Japan und in der Ausstellung Light my Fire von Nana Kintz im FRISE, Künstlerhaus Hamburg gezeigt.

Twist

In der Installation Twist 2010 in der MUU Gallery in Helsinki/ Finnland erweiterte sich das Experiment. Die schnelle Rotation zweier Fäden, einer elastisch, der andere stabil, an  einem Tennisball befestigt, verursachte sich dynamisch verändernde Schwingungskörper, die gleichzeitig die Tennisbälle auf und ab tanzen ließen.

Behind Lines

Die letzte Arbeit in der Werkreihe zur Fliehkraft, waren die Installationen Behind Lines, die die Versuchsanordnung auf einen einzigen Faden reduzierten, dieser reichte von der Galeriedecke wie eine Säule bis auf den Boden, ein Wirbel verband den Faden mit dem Boden und übersetzte die Rotationsgeschwindigkeit. Die variablen, transparenten Sinusformen veränderten sich kontinuierlich zu größeren und kleineren Schwingungsmustern.